Ein kurzer Blick auf unsere Geschichte
Der heutig „Sängerchor der Turngemeinde 1848“ e.V. Seligenstadt geht auf den im Frühjahr 1848 gegründeten Turnverein zurück. Das Gründungslokal war die Wirtschaft „Zum Schwarzen Bock“ (heute Kaufhaus Mittl) und die Ziele klar definiert:
Freiheit des Geistes, Freiheit des Wortes und Freiheit der Weltanschauung
1849 wurde der Verein behördenseits aufgelöst, Treffen fanden trotzdem immer wieder statt
1851 erneute Auflösung durch die Behörden
1855 Das Verbot wurde aufgehoben, Wiederaufnahme des Turnbetriebes auf dem Platz hinter der evangelischen Kirche sowie Gründung einer Gesangsriege unter Leitung von Lehrer Mohr
1891 Der im Vorjahr gekaufte Turnplatz im Steinweg (später Gartenhaus Stenger) wurde anlässlich der Ausrichtung des Gaufestes des Maintalgaues eingeweiht, Gründung einer Theaterspielriege
1893 Erste närrische Sitzung mit Vorträgen, Musik und einem Tänzchen am 21. Januar
1894 Neugründung der Gesangsriege am 1. Dezember mit 16 Sängern
1895 Anschaffung erste Vereinsfahne
1907 Gründung einer Faustballriege
1912 Aufnahme der Pflege des deutschen Chorgesanges in die Vereinsarbeit
1923 Der Erlös des Jubiläumsfestes zum 75jährigen Bestehen wurde wegen Geldentwertung „wertbeständig“ in 22 Sack Zement angelegt
1924 Beschluss zum Bau einer Turnhalle, Einweihung am 17. Mai 1925
1929 Kauf eines Turnplatzes „an der Rosenau“
1930 Mittlerweile war der Spielmannszug fester Bestandteil des Vereins
1931 Der Hallenbau war abbezahlt, der Verein schuldenfrei und im Besitz von 2 Turnplätzen; Gründung einer Wanderabteilung
1936 Mitgliedschaft im Deutschen Sängerbund
1938 Namensänderung in „Sängerchor der Turngemeinde 1848“ wegen Verbot als Turnverein
1939 Verlegung des Vereinslokals vom „Römischen Kaiser“ in den „Riesen“; Turnhalle musste verkauft werden; Trommeln und Pfeifen erhielt die Hitler-Jugend, die Turngeräte erhielt die Schule, letzte Vorstandssitzung am 14. September 1939
1946 Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit als „Sängerchor Seligenstadt“
1947 Mitglied im „Deutschen Allgemeinen Sängerbund“ (DAS), Gründung Knabenchor am 28.5. unter Hermann Gesser, Mitwirkung bei der Feier zur Heimkehr der Glocken
1948 100. Vereinsbestehen, im Konzert 90 Sänger und 40 Knaben in den Chören
1949 Beitritt zum Heimatbund Seligenstadt
1955 Gründung eines Jugendchores unter Ernst-Gerold Schramm
1957 Änderung des Vereinsnamens in „Sängerchor der Turngemeinde 1848“
1958 110jähriges Bestehen, neue Vereinsfahne nach Entwurf von Karl Heberer, beim Stiftungsfest 107 Männer im Chor, vom 14.-16. Juni feierten 2.000 Sänger aus nah und fern
1965 neue Satzung und Geschäftsordnung, Eintrag ins Vereinsregister
1966 Erster Auftritt der Rote Brunnen Spatzen
1969 Kauf des heutigen Vereinsgeländes vom Hundesportverein Klein-Welzheim
1973 125jähriges Vereinsjubiläum mit Konzert der Regensburger Domspatzen, im Verein 65 Aktive, 40 Knaben und 125 Passive Mitglieder
1979 Gründung der Seligenstädter Sängerknaben am 4. Februar mit Harmonie Hainstadt, Germania Klein-Welzheim und Kirchenchor Großwelzheim
1980 Mitgliedschaft im Hessischen Sängerbund
1988 Ausrichtung eines „Prädikat-Wertungssingens“ zum 140jährigen Bestehen in Froschhausen
1990 Umzug der Chorproben ins heutige Vereinsheim Steinheimer Straße
1991 Im August Richtfest für das Gebäude auf dem Vereinsplatz, Konzertreise nach Köln mit Auftritt im Kölner Dom
1998 Neues Logo zum 150jährigen Bestehen; Ausstellung der Vereinsgeschichte im Riesen sowie in der Sparkasse Langen-Seligenstadt
1999 Verleihung der Zelter-Plakette durch den Bundespräsidenten in Baunatal
2003 Gründung des gemischten Chores TGMix
2004 Der Verein zählt erstmals 300 Mitglieder
2005 Auflösung der Seligenstädter Sängerknaben, Gründung eines eigenen Kinderchores „TGMinis“
2008 Ausstellung „160Jahre TGM – frisch, fromm, fröhlich, frei“ im Kloster
2011 Christoph Dombrowski 25 Jahre Dirigent im Männerchor
2018 Jubiläumskonzert „Die Nacht der Acht“ zum 170-jährigen Bestehen im Riesen
2023 175-jähriges Vereinsbestehen mit großem Konzert im Riesen, gemeinsames Konzert mit den Mainzer Hofsängern